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Cuxhavener Allgemeine

Musiker bereiteten rundum Vergnügen

Hamburger Ensemble "Ensemble Hamburg - Osaka" spielte in der St.-Nicolai-Kirche

Cadenberge. Ein rundum heiteres und vergnügliches Ereignis war ein KOnzert während der 19. Cadenberger Orgel- und Musiktage in der gut besetzten St.-Nicolai-Kirche, für das als Veranstalter die Kirchengemeinde Cadenberge und Kulturkreis Am Dobrock das Ensemble "Hamburg-Osaka" aus Hamburg gewinnen konnten.

Es musizierten Junko Ikeda, Klavier; Teruyo Takada, Flöte; Shino Nakamura, Oboe; Sigrid Rudl-Kujus, Klarinette; Katsuaki Ichikawa, Horn; und Lothar Palmer, Fagott. Zur Eröffnung erklang das Moderato aus dem Sextett F-Dur op. 191b von Joseph Gabriel Rheinberger (19. Jahrhundert). Sanfte Bläsersoli zum rauschendenden Klaviersatz verdichteten sich bis zur glänzend viturosen Schlusskadenz; Wohlgefühl durch Wohlklänge für die Zuhörer.

 

Mit charmanten Worten stellte Sigrid Rudl-Kujus dann ihre Mit-Musiker vor, streifte die interssanten Erfahrungen des Ensembles, in Europa und Fernost, und gab einige Erläuterungen zum Programm, das recht ungewöhnlich und originell war: Einige Werke relatuv unbekannter Komponisten rahmten eine Reihe von Arien aus Mozarts Zauberflöte, für Bläserquintett arrangiert. Leo Smit (1900-1943), jüdischer Komponist aus den Niederlönden, war von den Nazis ermordet worden.

 

Welche Verluste die Kulturwelt durch den Holocaust erlitten hat, verdeutlicht auch dieses Einzelschiksal: Das Ensemble "Hamburg-Osaka" spielte "Sextour" von Leo Smit. Spannungsreiche Ecksätze rahmen ein emotionsreiches Lento, in dem man sogar einige jazzige Elemente vernahm. Die sechs Musiker spielten das Werk engagiert, pfiffig, immer präziese. Sehr eindrucksvoll!

Das Sextett op. 45 von Theodor Blumer (1881-1964) enthält mit einem Thema und variationsartigen Folgesätzen interessante Aufgaben für die einzelnen Instrumente. "Improvisation" heißt der Satz für Klavier allein, den Junko Ikeda, die auch sonst außerordentlich vitruose Aufgaben meisterte, wunderschön dahin strömend gestaltete.

 

In "Cappriccio" ließ Teruyo Takada ihre Flöte leuchtend singen; edel und schlank wirkte das Oboenspiel von Shino Nakamura zu der glockenartig schwingenden Klavierbegleitung im "Pastorale". Mit großem Atem gestaltete Katsuaki Ichikawa die Hornpartie der "Romanze"; lustig klang due rhythmisch pikante Fagottstimme der "Humoreske" durch Lothar Palmer, und immer wieder erfreute das perlende Klarinettenspiel von Siegrid Rudl-Kujus. Ganz fabelhaft war das exakte Zusammenspiel, das in seiner Perfektion oft überaus und witzig wirkte, zum Beispiel in den messerscharf erreichten Schlussakkorden.

Sehr hübsch waren die Arien aus Mozarts "Zauberflöte", die Katsuaki Ichikawa für das Bläserquintett arrangiert hatte. Besonders gelungen sind ihm der "Marsch der Priester" und "Ein Mädchen oder Weibchen", wobei die jeweilige Atomosphäre gut getroffen war.

Als Zugabe musizierte das Ensemble "Das Lied von der alten Standuhr", das schon mit 300 Kindern eines Kindergartens auf der Insel Okinawa bei einer Konzertreise durch Japan gesungen und geblasen worden war.

 

(Ingeborg van Dieken)

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